Die Geschichte

938
Kaiser Otto der Große hält Hoftag in Steele.

955
Nach dem Sieg über die Ungarn in der "Schlacht auf dem Lechfeld" am Laurentiustag - 10. August - wird der Hl. Laurentius im Kaiserhaus besonders verehrt, so daß für die Zeit danach der Bau einer kleinen Laurentiuskirche in Steele vermutet werden kann.

Um 1080
wird erstmalig ein Priester in Steele genannt, wohl an dieser ersten Laurentiuskirche.

1360
Das erste Steeler Gotteshaus wird durch einen gotischen Neubau ersetzt; ein Seitenschiff wird spätestens im 16. Jahrhundert angebaut.

1492
Stiftung eines Hospitals für Kranke und Fremde (besteht seit Anfang des 19. Jahrhunderts).

1579
Erwähnung eines Vikar Bernhard Vinnege als "Vicarius, Notarius und Schulmeister von Steele".

1588
erste urkundliche Erwähnung einer Schule im Kirchspiel von St. Laurentius; Vorläufer der heutigen katholischen Laurentiusschule, aus der besonders in den Jahren 1862 - 1900 etliche Abzweigungen entstanden sind.

1697
Vikar Leo Hertiger begründet die "Lateinschule", aus der das spätere Carl-Humann-Gymnasium hervorgeht.

26.06.1870
Grundsteinlegung für die neue Laurentiuskirche.

Um 1870

Gründerzeit: Das rasante Bevölkerungswachstum stellt die Pfarrei vor neue Herausforderungen. Durch Abpfarrungen entstehen um die Jahrhundertwende die Kirchengemeinden in Horst (St. Joseph), Kray (St. Barbara) und Freisenbruch (St. Antonius).
Kirchliche Anstalten werden neu errichtet: Das Krankenhaus wird im Jahr 1868 erbaut und bis 1910 mehrfach erweitert. "Kinderbewahrschulen" (im St.-Anna-Stift ab 1902, im Rott und in Königssteele) werden von den "Dernbacher Schwestern" betreut, die auch in Krankenpflege und Gemeindeseelsorge wirken.

1874
Kulturkampf auch in Steele: Streit und massive behördliche Eingriffe wegen einer mutig bekennenden Glockeninschrift.

20.05.1875
Kirchweihe durch den Erzbischof von Köln, Paulus Melchers.
Weitere Abpfarrungen im nachfolgenden 20. Jahrhundert führen zur Gründung der Pfarreien St. Marien (Rott), Herz Jesu (Königssteele) und St. Joseph (Leithe), sowie zuletzt der Pfarrei St. Eligius (Steele).

23.10.1944
Teilzerstörung der Kirche durch Luftminen.

19.12.1948
Am 4. Adventssonntag feiert die Gemeinde mit Weihbischof Josef Ferche aus Köln den ersten Gottesdienst in der wiederaufgebauten Pfarrkirche.

1964

Einbau eines neuen Geläutes.

1969-71
Umgestaltung des Kircheninnern entsprechend den Erfordernissen der erneuerten Liturgie nach dem II. Vatikanischen Konzil.

1999
Restaurierung der historischen Sonreck-Klais-Orgel aus dem Jahr 1874.

1999/2000
Sanierung der Außenfassade.